Selbstkontrolle

Alle in der Markt- und Sozialforschung Tätigen sind an die berufsständischen Verhaltensregeln gebunden. Auch Markt- und Sozialforscher, die nicht Mitglieder eines Verbands sind, sind durch die sogenannte Verkehrssitte an diese Regeln gebunden. Hierzu gehören auch gesetzliche Grundlagen wie die Datenschutzgesetze, allgemeine kaufmännische Regeln und das Grundgesetz. Für die Markt- und Sozialforschung gibt es zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen mehrere berufsspezifische internationale und nationale Regelwerke, die sich gegenseitig ergänzen.

Der ICC/ESOMAR Internationale Kodex für die Markt- und Sozialforschung* legt die Grundprinzipien für diejenigen fest, die Markt- und Sozialforschung betreiben oder nutzen. Die deutschen Verbände der Markt- und Sozialforschung haben den Kodex anerkannt und um nationale Richtlinien ergänzt. Diese Regelungen sind damit für alle, die in Deutschland Markt- und Sozialforschung betreiben oder in Auftrag geben, verbindlich (Verkehrssitte). In Deutschland sichert der Rat der Deutschen Markt- und Sozialforschung e. V., dass die berufsständischen Verhaltensregeln eingehalten werden.

Die Kernpunkte der berufsständischen Verhaltensregeln betreffen ...

  • das Verhalten gegenüber den zu Befragenden
  • den korrekten Umgang mit ihren Antworten und Daten
  • den Grundsatz, Antworten nur anonymisiert zu verarbeiten, zu übermitteln und zu nutzen
  • das Verbot, Forschung mit forschungsfremden Tätigkeiten zu verknüpfen
  • den datenschutzrechtlich korrekten Umgang mit den Adressen der Befragten
  • die Zusammenarbeit zwischen mehreren Markt- und Sozialforschern oder Instituten
  • das Verhalten und die Zusammenarbeit mit den Auftraggebern
  • spezifische Verhaltensregeln für besondere Forschungsmethoden


Zu einzelnen Datenerhebungsbereichen, wie z. B. Telefon- oder Onlinebefragungen, oder zu spezifischen Problemen, wie z. B. den Umgang mit Adressen, existieren besondere Richtlinien.

* Der ICC/ESOMAR Internationale Kodex für die Praxis der Markt- und Sozialforschung wurde von der International Chamber of Commerce (ICC) und den Mitgliedern der European Society for Opinion and Marketing Research (ESOMAR) ausgearbeitet.

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