Verbraucherschutz

Viele Menschen kennen die Situation: Das Telefon klingelt und eine sympathische Stimme fragt, ob sie ein paar Fragen stellen kann. Woran Sie erkennen, ob es sich wirklich um eine Umfrage handelt und wie Sie am besten reagieren, falls dies nicht der Fall ist, können Sie hier nachlesen.

Woran erkenne ich einen seriösen Anruf zu Zwecken von Markt- und Sozialforschung?

Um die Privatsphäre der Befragten zu schützen, haben sich Markt- und Sozialforscher zur Einhaltung zahlreicher Standards verpflichtet. Dazu gehören zum Beispiel folgende: Grundsätzlich erfolgen Anrufe für Markt- und Sozialforschungszwecke in Privathaushalten nur tagsüber, zwischen 9 Uhr und 21 Uhr. Die Interviewer kennen dabei die Namen der Angerufenen oder andere personenbezogene Daten nicht.

Markt- und Sozialforschungsinstitute weisen ihre Interviewerinnen und Interviewer an, auf Fragen der Angerufenen zu antworten. Diese informieren die Angerufenen darüber:

  • Wer anruft. Sie nennen ihren Namen sowie den des Institutes.
  • Warum die Umfrage gemacht wird.
  • Wie die Daten verarbeitet und genutzt werden.
  • Dass Ihre Anonymität gewahrt wird und der gesetztliche Datenschutz eingehalten wird.
  • Dass die Teilnahme an der Umfrage freiwillig ist.

Wenn Sie außerdem noch Fragen haben, beantworten die Interviewer Ihnen diese gerne oder nennen Ihnen einen Ansprechpartner. Auf Wunsch erhalten Sie auch eine Rückrufnummer unter der Sie überprüfen können, wer angerufen hat.

Woran erkenne ich einen Anruf, der auf ein Verkaufsgespräch hinauslaufen wird?

Direktvermarkter nehmen oft Bezug auf vermutetes Verhalten oder vermutete Bedürfnisse. Das Gespräch kann das Ziel haben, Ihnen etwas zu verkaufen oder wenigstens einen Folgetermin zu vereinbaren. In diesem Fall wird der Anrufer zum Beispiel auch nach Details zu Kontoverbindungen fragen. Er möchte damit seine verkaufsrelevanten Informationen ergänzen und beispielsweise auf einfache Art und Weise einen Lastschrifteinzug vorbereiten.

Wenn Sie den Interviewer darum bitten, den Namen des Unternehmens, für das er anruft, oder seinen eigenen Namen zu nennen, wird ein unseriöser Anrufer in der Regel auflegen. Sollte dies passieren, können Sie sicher sein, dass es sich nicht um Markt- und Sozialforschung gehandelt hat. Ebenso wenn Ihre Fragen nicht oder nur ausweichend beantwortet werden.

Wie verhalte ich mich, wenn ich einen unerwünschten Telefonanruf erhalte?

Verweigern die Interviewer weitere Auskünfte oder versuchen sie, Teilnehmer zum Mitmachen zu drängen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um Markt- und Sozialforschung. In diesen Fällen ist es wichtig, möglichst viele Daten zum Gespräch zu notieren, um mit einer Beschwerde Erfolg zu haben. Wichtig sind:

  • Name des Interviewers
  • Telefonnummer des Unternehmens
  • Name des Marktforschungsinstituts
  • Anrufzeit und Dauer des Gesprächs

Wenden Sie sich mit Ihrer Beschwerde und den Notizen an die Verbraucherzentralen (www.vzbv.de) oder an die Bundesnetzagentur.

Falls Sie nicht sicher sind, ob der unerwünschte Anruf wirklich von einem Marktforschungsinstitut kam, können Sie sich auch an den Rat der Deutschen Markt- und Sozialforschung e.V. wenden.

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