Tag der Marktforschung 2011

Am 14. Mai 2011 fand bundesweit der erste Tag der Marktforschung statt. An 17 Standorten beteiligten sich 49 Institute mit Umfragen und/oder Aktionen vor Ort. Gemeinsam mit der Initiative Markt- und Sozialforschung halfen sie so, die Markt- und Sozialforschung für die Bevölkerung transparenter zu machen.

Umfragen

In einigen Städten gaben die Institute den Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld des Tages der Marktforschung die Gelegenheit, regionale Fragen zu nennen, auf die sie schon immer eine Antwort wissen wollten. Diese wurden gesammelt und die wichtigsten Fragen in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage gebündelt. Die Ergebnisse wurden dann über die Medien am Tag der Marktforschung veröffentlicht. Dabei fanden die Marktforscher zum Beispiel heraus,

  • dass sich jeder dritte Hamburger mit Zeit und /oder Geld  für eine noch bessere Lebensqualität in Hamburg engagiert;
  • dass mehr als 80 Prozent der Mannheimer sich wünschen, dass Mannheim auch bei einem Neubau der ICE-Trasse zentraler Knotenpunkt bleibt;
  • dass 53 Prozent der Frauen, aber nur 33 Prozent der Männer in Stuttgart und Umgebung vom neuen grünen Ministerpräsidenten Kretschmann begeistert sind,
  • dass sich die Wiesbadener in ihrer Stadt sicher fühlen – tagsüber 95 Prozent, abends 75 Prozent und nachts 65 Prozent.

Veranstaltungen vor Ort

In Bielefeld sind 64 Prozent der Befragten mit Ihrem Oberbürgermeister zufrieden und 96 Prozent froh, in Bielefeld zu leben – das sind Ergebnisse der Bielefelder Fragen. Am Tag der Marktforschung selbst boten die teilnehmenden Institute außerdem ein umfangreiches Programm. Ein Besuch im gläsernen Telefonstudio und ein Vortrag in einem lokalen Linienbus kamen besonders gut beim Bielefelder Publikum an.
In Nürnberg gab es am Tag der Marktforschung eine Veranstaltung in der Innenstadt. Auf einer Bühne diskutierten OB Maly, IHK-Präsident von Vopelius und Bernd Wachter vom ADM über die Bedeutung der Markt- und Sozialforschung. Der Erlebnisparcours Marktforschung mit dem Ziel "Marktforschung zum Anfassen" erfreute sich großer Beliebtheit bei den Besuchern. Bei den Nürnberger Fragen kam heraus, dass die Nürnberger als öffentliches Verkehrsmittel am liebsten die U-Bahn benutzen sowie mehrheitlich den Atomausstieg befürworten.
Apropos U-Bahn: In München wurden die regionalen Umfrageergebnisse den ganzen Tag über Infoscreens in den U-Bahnhöfen präsentiert. Die Umfrage ergab zum Beispiel, dass 37 Prozent der Münchner fast täglich öffentliche Verkehrsmittel nutzen und dass sich 56 Prozent der über 30-Jährigen ein Nummernschild für Fahrräder wünschen, während es bei den 14- bis 29-Jährigen nur 30 Prozent sind. OB Ude präsentierte diese Ergebnisse am 11. Mai 2011 auf einer Pressekonferenz im Rathaus.
Der Erfolg des Tages der Marktforschung in Bayern zeigt sich auch in einer bevölkerungsrepräsentativen  Umfrage von mifm München - Institut für Marktforschung. In der Zeit vom 19. Mai bis zum 8. Juni 2011 wurden in Bayern 1.076 Personen ab 18 Jahren gefragt, ob sie vom Tag der Marktforschung gehört oder gelesen haben. 20 Prozent der Befragten bejahten diese Frage – ein gutes Ergebnis für die Premiere des Aktionstages.

Weitere regionale Umfragen...

Auch in Bonn und Köln wurden regionale Umfragen durchgeführt. Dabei kam heraus, dass für die Bonner das wichtigste Thema momentan der Skandal um das Konferenzzentrum (WCCB) ist. Die Diskussion um die Schließung von Bädern liegen 21 Prozent der Bonner  am Herzen, damit ist das Thema auf Platz 2 der Bonner Topthemen.
Die Kölner Umfrage ergab, dass die Kölner mit den Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten (91 und 90 Prozent) sowie dem kulturellen Angebot (88 Prozent) der Stadt am zufriedensten sind, dicht gefolgt vom Karneval und der Kölner Mentalität. Auf der Zufriedenheitsliste ganz unten stehen die Sauberkeit, der Autoverkehr und die Parkplatzsituation.
In Passau wurde in der Fußgängerzone eine Passantenbefragung durchgeführt. Als wichtigstes Thema entpuppte sich in Gesprächen mit Passanten der Datenschutz, über welchen am Informationsstand ausführlich informiert wurde.
In Weimar fand die Vortragsveranstaltung am Vortag des Tages der Marktforschung großes Interesse. Auch  nach dem Flash-Mob am Tag der Marktforschung in der Innenstadt, verbunden mit der Ergebnisveröffentlichung der Weimarer Umfrage, kamen interessante Gespräche zustande, bei welchen deutlich wurde, dass es einer weiteren Aufklärung über Markt- und Sozialforschung bedarf.

Weitere Aktionen

An vielen Aktionsorten wurden die Bürgerinnen und Bürger am Tag der Marktforschung eingeladen, bei Marktforschung mitzumachen. So gewährten die Institute in Berlin, Hannover, Karlsruhe, Köln, Münster, Osnabrück und Trier Einblick in verschiedene Methoden. In Hannover, Köln und Osnabrück hatten die Besucher die Möglichkeit, selbst bei einem Geschmackstest mit Fassbrause oder Gummibärchen mitzumachen. Dabei wollten die Tester zunächst wissen, wie gut den Probanden die Farbe oder der Geruch des Testprodukts gefällt, bevor ausführlichere Fragen zum Geschmack gestellt wurden. Durch die Teilnahme an einer Blickverlaufsmessung (Eye-Tracking) konnten die Besucher in Berlin, Hannover und Osnabrück erfahren, wie über die Verweildauer des Blickes auf ein Produkt oder ein Werbeplakat Rückschlüsse auf seine Wirkung gezogen werden können. In Berlin gab es außerdem etwas für die Ohren. Bei einem Musiktest konnten die Besucher einen Einblick in die Radioforschung erhalten und mit aufgesetzten Kopfhörern das Radioprogramm von morgen mitbestimmen. Wie eine Online-Befragung durchgeführt wird, konnte man in Karlsruhe erfahren. Dort wurde außerdem stündlich durchs Institut geführt und alle Fragen zur Marktforschung wurden beantwortet. In Trier bot sich die Gelegenheit, live dabei zuzuhören, als Interviewerinnen und Interviewer am Telefon Befragungen durchführten. In Münster konnte man zusätzlich zur Live-Telefonbefragung eine Gruppendiskussion live hinter einem Einwegspiegel mit verfolgen.


Häufig gestellte Fragen der Besucher am Tag der Marktforschung waren:

  • Nehmen die Auftraggeber die Antworten der Probanden wirklich zur Kenntnis?
  • Sind die Befragungen wirklich aussagekräftig?
  • Woher bekommt die Marktforschung meine Telefonnummer?
  • Abgrenzung zu Call Centern: Wie erkenne ich seriöse Marktforschung?
  • Wie wird man Marktforscher?
  • Wer sind die Kunden?
  • Was wollen die Kunden mit Marktforschung genau herausfinden?
  • Wie werden Stichproben ermittelt?
  • Wie wird die Sicherheit meiner Daten gewährleistet?

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie auch auf unserer Website. Sollten Sie auf Ihre Fragen keine Antworten finden, dann schicken Sie uns Ihre Fragen über das Kontaktformular auf dieser Website.

 

Wir danken unseren Unterstützern 2011:

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